Die Digitalisierung fordert Stärke und beharrliche Arbeit

Von Roland Lang und Fridolin Herkommer Einer der zentralen Diskussionspunkte beim Thema Digitalisierung ist jener nach den Auswirkungen auf die Beschäftigung. Im Einzelnen kann an dieser Stelle nicht auf die verschiedenen mehr oder weniger seriösen Abschätzungen eingegangen werden. Für uns stellt sich die Kernbotschaft der ganzen Debatte so dar: Nur die technischen Rationalisierungsmöglichkeiten zu betrachten […]

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Lebensader Infrastruktur

Von Brigitte Ederer Der digitale Wandel erfordert eine aktive Infrastrukturpolitik, um Wirtschaft und Gesellschaft daran gleichberechtigt teilhaben zu lassen. Wir nutzen sie täglich, setzen sie als gegeben voraus, und obwohl sie unseren Alltag in vielerlei Hinsicht prägt, bemerken wir sie eigentlich nur, wenn einmal etwas nicht funktioniert – sei es eine gesperrte Straße, ein Stromausfall […]

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Digitalisierung und Arbeitsmarkt

Die Folgen von Automatisierung und digitalen Wandel für die Arbeitswelt unterliegen aktuell einer breiten öffentlichen, vielfach kontrovers geführten Diskussion. Große mediale Beachtung finden zuvorderst jene Artikel und Szenarien, die eine disruptive Wirkung der Digitalisierung auf die Arbeitsmärkte in Aussicht stellen wie die Studie „The future of employment: how susceptible are jobs to computerisation?“ von Carl Benedikt Frey und Michael A. Osborne aus dem Jahr 2013. Die beiden Autoren errechneten für die USA, dass 47% der Beschäftigten in Berufen tätig sind, die in einer nahen Zukunft potenziell automatisierbar wären. Jeremy Bowles übertrug ihren Forschungsansatz ein Jahr später, 2014, auf Europa. Er schätzte unter ähnlichen Annahmen, dass in Österreich gut die Hälfte aller Arbeitsplätze von Automatisierung betroffen sein könnte.

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Schöne neue Welt: willkommen im Elend der Digitalisierung?

Kaum ein Thema hat über die letzten Jahre im öffentlichen Diskurs dermaßen an Fahrt aufgenommen wie jenes der Digitalisierung. Was noch vor wenigen Jahren von wirtschaftspolitischen Think Tanks und Managementberatungsfirmen wie McKinsey oder Roland Berger unter dem Stichwort Industrie 4.0 als neues Narrativ lanciert wurde, ist heute im Mainstream der Gesellschaft angekommen und wird teils kontroversiell diskutiert. Wenngleich die Unausweichlichkeit von vielen geteilt wird, so sind mögliche gesellschaftspolitische Auswirkungen und die Angst vor massenhaften Arbeitsplatzverlust Gegenstand hitziger Kontroversen. Tatsächlich sind Umfang und Zielsetzung des Digitalisierungsdiskurses oftmals unklar und diffus, da das Thema im weitesten Sinne nahezu alle Lebensbereiche und soziale Beziehungen betrifft und damit wiederum inhaltlich leer wird und zur Schablone verkommt.

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